Löwenkravt beim Urban Warrior Camp 2019

Frankfurt im September 2019, eine Bar, Personen mit Messern und Stöcken greifen mich an, ich werde mit Kraft gegen einen Tresen gedrückt, versuche mich zu befreien, es ist stickig, warm, der Schweiß tropft an mir herunter, es ist laut, es wird geschrien, es herrscht Chaos, danach nach draußen, die Sonne blendet, ich bringe eine Person zu Boden, er wehrt sich, ich versuche ihn zu sichern, er ist voller Dreck, ich auch, dann helfe ich ihm auf und wir geben uns freundlich die Hand bevor er mich zu Boden wirft.

Klingt verwirrend? Beginnen wir am Anfang…

Zu siebt machen wir uns Mitte September von Heidenheim auf nach Frankfurt auf das alljährliche IKMF „Urban Warrior Camp“, dieses Jahr mit dem Motto „never surrender“ und unter der Anleitung von Andreas Burkert (Expert 3) und Israel Cohen (Expert 4). Gespannt warten wir auf die 2 Tage voll purem Krav Maga die vor uns liegen und, um dies schon mal vornweg zu nehmen, wir wurden diesbezüglich nicht enttäuscht.

Samstagvormittag geht es dann endlich los, nach einem kurzen aufwärmen wird die aus ganz Deutschland angereiste Gruppe aus Krav Maga-Begeisterten getrennt und gleich darauf werden wir in verschiedene Szenarien geworfen aus denen wir uns, nachdem wir die passenden Techniken gelernt hatten, befreien „durften“. So ging es dann, immer im Wechsel zwischen Andreas und Israel, weiter bis zum Sonntagnachmittag und wir bekamen durch verschiedenste Szenarien, von „Bar-fight“ über „Takedowns and Control“ bis hin zu Fightingtechniken, Einblicke in ganz unterschiedliche Bereiche der Selbstverteidigung.

Im Laufe der 2 Tage konnten wir so Techniken zur Gegenwehr bei Messer-, Macheten-, Ketten- und Axtangriffen lernen, wie ich alleine oder im Team einen Gegner zu Boden bringe wenn es nötig ist und ihn anschließend sichere, was ich tun kann wenn ich in einer Bar angegriffen werde und mich auf engem Raum verteidigen muss, eine Flasche nach mir geworfen wird, ich am Boden liege und auf mich eingetreten wird und und und… Dies alles krönte dann am Sonntagnachmittag in einem Hindernisparcours, bei welchem wir unter Stress unser Gelerntes anwenden mussten.

Zusammengefasst: wir hatten alle sehr viel Spaß, die Location, die Organisation und die beiden Instruktoren waren mehr als super, der Austausch mit der „IKMF-Family“ aus ganz Deutschland war wie immer toll, wir haben viele neue (und auch recht coole) Techniken und Verhaltensweisen gelernt und sind alle unverletzt (bis auf ein paar blaue Flecken und ein kleines bisschen Muskelkater) nach Hause gekommen.

Ob wir nächstes Jahr wieder hingehen werden? Auf jeden Fall!

Danke nochmals an das ganze Organisationsteam und ich freue mich jetzt schon auf das nächste Mal!